Brennnessel Pflanzenportrait

die Brennnessel- eine meiner Herzenskräuter.

Diese saftig-tiefgrüne heimische Pflanze ist eine Besonderheit. Von vielen Menschen und Tieren gemieden, da Sie sich wehrt!


Ihre Eigenschaften, Welche Sie für mich besonders macht sind Kraft und Stärke, Heilung und Abgrenzung, Freundlichkeit und Distanz. Sie ist stark nährend mit ihrer Vielzahl an Vitaminen, Mineralstoffen (Allen voran Eisen, Vitamin C), sowie Eiweiß und Chlorophyll.

 


In den letzten Jahren hat Sie mir schon so oft gute Dienste geleistet: als Lebensmittel, als Heilmittel, als Düngemittel, als Kraftmittel, als Meditationsmittel.


Wolf Dieter Storl bezeichnet Sie als das "hier-und-jetzt-Kraut", weil im unachtsamen Umgang mit Ihr, bekommt man Eine gewischt!


In Ihren brennNadeln befindet sich Ameisensäure und der Eiweißanteil ist so hoch, dass manch ein Kräuterkundler Sie als Zwischenwesen zwischen Pflanze und Tier sieht, denn diese Eigenschaften geben Ihr etwas animalisches...
Außerdem gibt es sowohl männliche, als auch weibliche Pflanzen!

Rezept für ein ayurvedisches Kartoffel-Brennnessel-Gratin findest Du hier

weitere Infos zur Brennnessel folgen...

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Entfaltung

Habt Ihr schonmal Pflanzen aus einem Samen selbst gezogen? Habt Ihr schonmal die Entwicklung einer Pflanze beobachtet, erlebt, bewusst wahrgenommen?

 

Seit letztem Jahr probiere ich mich als Hobby Gärtnerin. Blutiges Greenhorn, Erfahrung des Scheiterns, der Enttäuschung,aber auch der Hingabe an das Leben, des Wachstums und der Reife begleiten diesen Weg.

Immer wieder entstehen neue Erkenntnisse über das Leben, die Welt und das Sein.

 

Ein Saatkorn birgt das Potential seiner ganzen Existenz in sich.

Wenn die Umstände stimmen, hat dieses Saatkorn die Möglichkeit all Das zu werden, wofür es ins Leben gekommen ist. Aus einem Tomatensamen kann kein Kürbis wachsen, eine Eichel wird Niemals ein Veilchen und auch wenn es sich noch so sehr anstrengt- aus einer Kartoffel wird kein Flieder!

Nun kann sich die Kartoffel ihr ganzes Leben lang Vorwürfe machen dass es kein Flieder wurde, wo doch um Sie herum viele Fliedern wuchsen, wo doch der Gärtner sagte: "ach Kartoffel, wärst Du doch wie ein Flieder so schön, dann würde ich Dich wachsen lassen", die unmittelbaren Pflanzen sagten: " Du bist ja nur eine Knolle im Dreck".

Die Kartoffel hat Alle enttäuscht und trotz aller Anstrengung ist sie doch nur eine Kartoffel geblieben...die Kartoffel konnte nur ihr  Potential entfalten und sah doch nicht die Schönheit ihres Potentials: die wunderschönen kleinen Blüten, die Grundlage für Hungersnöte zu sein, Eine Bienenbuffet welches so wichtig ist in unserer Zeit, fruchtbar und ausdauernd,...

 

Aber so ist das nicht in der Natur!

Die Kartoffel strahlt voller Stolz und Lebenslust in die Welt, genauso wie das Veilchen neben dem Gänseblümchen, neben der Rose, neben dem Löwenzahn! Und Alle Pflanzen erfreuen sich an ihrer ganz eigenen, besonderen Schönheit, Ihrer Existenz und den Elementen.

 

Betrachten wir den Fenchel,

Welcher sich vor einigen Jahren selbst in meinem garten eingepflanzt hat und Welchen ich 3 Jahre lang habe wachsen lassen:

Plötzlich war Sie da: die kleine grüne Feder, die sich aus der Erde reckte und ich nicht schlecht staunte. Wo kommst Du denn her? Sie sagte: "ach, ich war zufällig in der Erde, Welche Du hierher gestreut hast."

Also gut. Ich betrachtete diese kleine Existenz: Ich sah noch Reste vom Fenchelsamen, Welchen ich bis dahin nur vom Tee kannte: aufgesogen mit Wasser, voller Kraft und Lebenshungrig aufgeplatzt, explodiert, Wurzeln in die Erde gesetzt um dann diese kleine Feder- den ersten Trieb- in die Welt zu schicken.

Wasser, Erde, Mikroorganismen, Würmer, Mist, Sauerstoff,Wind, Dürre, Blattläuse, Bienen, Licht, Geduld, Sein-lassen, Platz,... alle Elemente so fein aufeinander abgestimmt, so dass diese kleine Pflanze sich entfalten konnte. Trotz mancher Widrigkeiten,  von der Welt geliebt um zu eben diesem Fenchel zu wachsen, Welcher schien als wenn Ihn Niemand aufhalten könne. Nach allen Seiten hin sich ausstreckte, Tausende von kleinen gelben Blüten, Raupen eine Heimat bot, einen unglaublig schönen Duft verbreitend bis Er etwa 2 Köpfe höher als ich wuchs und solch einen Umfang beka, dass ich mit meinen Armen nicht halb so weit um Ihn herum greifen konnte.

 

Genau dieses Potential steckt in Jedem von uns.

Durch meine Arbeit mit Menschen, den Begegnungen unter vier Augen, den Gespächen, den Übungen, den Gefühlen, den Wünschen, den Sehnsüchten, den Verletzungen, der Trauer, den Enttäuschungen,... sehe ich hindurch und sehe das Potential. Ich sehe die Schönheit, den keimling, Welcher viellecht zu früh abgebrochen wurde aber dennoch mit aller Kraft versucht einen neuen Trieb zum Wachsen zu bringen. Ich sehe den Gärtner, der voller Enttäuschungen der Kartoffel vorwirft kein Flieder zu sein, ich sehe Dein Herz, welches sich fürchtet sich zu entfalten.

Alles was es braucht ist: Dich Sein zu lassen und zu lernen darauf zu vertrauen, dass Du einzigartig bist und es Nichts zu suchen gibt. Lass Dich entfalten.

Das ganze Potential steckt in Dir.

Werde Der, Der Du bist!

 

Deine Nauka

 

 

grün grün grün!

Ha!

Wir haben es geschafft- der Winter liegt hinter uns, die Tage werden wieder heller, die Nachbarn ratschen wieder auf der Straße miteinander...und: die Pflanzen- unsere stillen Begleiter erwachen langsam aus dem Winterschlaf!

Der Tannenbaum als immergrüner Träger und Bewahrer unseres Vetrauens darauf, dass auch der Winter endet kann sich wieder entspannt einreihen in das Meer von Grün!

Auch wenn die Tage regnerisch sind... spürt Ihr es auch? Der Frühling ist da! Die Vögel zwitschern wild, Schneeglöckchen ziehen sich langsam zurück, die Luft weht einen warmes Hauch um unsere Nase, die ersten Frühlingsboten zeigen sich: Veilchn, Schlüsselblumen, Schlehenblüten, Narzissen, Bärlauch... es hat bereits begonnen, das neue Kräuterjahr!

 

Heute ist Gründonnerstag, das Osterwochenende steht unmittelbar vor unserer Tür. Einkaufshektik, Ostereier färben, Osterbrot backen, putzen, dekorieren,... wir sind wieder voller Elan und Tatendrang. genauso wie die Pflanzen und Tiere strotzt unsere Vitalität.

Viriditas! Diese Wortschöpfung von Hildegard von Bingen beschreibt die Lebenskraft, der Lebenssaft, die Vitalität, die Grünkraft welche in allen Wesen innewohnt. Wir teilen uns Diese mit anderen Tieren und Pflanzen, vereint in der Liebe zum Leben.

 

Gründonnerstagsuppe

Heute kannst Du Dich bewusst vorbereiten, reinigen und verbinden mit dem Frühjahr, den Kräutern und Viriditas.

Die 9 Kräutersuppe verleiht Vitalität, entschlackt, nährt. Sie soll Gesundheit für das ganze Jahr verleihen!

Schon in vorchristlicher Zeit war die 9 Kräutersuppe fester Bestandteil des Frühlingsfestes, welches wir Ostern nennen.

 

Alternativ gibt es auch die Frankfurter grüne Sauce- für Rohkostliebhaber... super lecker!

 

Übrigens, ob es die Göttin Ostara wirklich gab ist umstritten, vermutet wird, es handelt sich um einen regionalen namen der Göttin Freya, welche für Fruchtbarkeit, Natur, Tiere steht.

Als Symbole der Fruchtbarkeit dienten schon immer Eier und Hasen, welche Ostara bzw. Freya begleiten!

 

Rezept 9 Kräutersuppe

Zutaten für 2 Personen

  • 3-5 händevoll Wildkräuter- 9 verschiedene: z.B. Brennnessel, Giersch, Vogelmiere, Labkraut, Bärlauch, Schafgarbe, Gundelrebe, Sitzwegerich, Löwenzahn, Scharbockskraut, Gänseblümchen
  • etwas Fett/ Öl nach Wahl
  • 1 Zwiebel
  • 2 Kartoffeln
  • 750 ml Wasser oder Gemüsebrühe
  • 50 ml Sahne (-ersatz)
  • Salz, Pfeffer
  • nach Belieben etwas geriebene Muskatnuss

Zubereitung

  1. Die Zwiebel klein schneiden und in Butter oder Öl glasig dünsten.
  2. Kartoffeln schälen, würfelig schneiden und kurz mitbraten.
  3. Das Ganze mit Wasser oder Brühe aufgießen, salzen und kochen lassen (bis die Kartoffeln weich sind).
  4. Die Wildkräuter grob schneiden und einige Minuten mitköcheln lassen.
  5. Das Obers dazu gießen und nach Belieben mit Pfeffer und Muskatnuss würzen.
  6. Gut pürieren und hübsch anrichten mit Blüten

 

Tipp für das Osterbrot:

versuche doch einmal Kräuterbutter mit Veilchen- und Gänseblümchenblüten, gesüßt als Brotaufstrich.

mmmmmmmhhhhhhh........!

 

Alles liebe,

Eure Nauka

 

 

 

 

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Maskenball

Wikipedia-  Eintrag zu "Persona":

"Als Persona wird in der Psychologie die nach außen hin gezeigte Einstellung eines Menschen bezeichnet, die seiner sozialen Anpassung dient und manchmal auch mit seinem Selbstbild identisch ist.[1] Der Begriff entspricht dem griechischen πρόσωπον/prosopon = Gesicht, der sich wie auch das lateinische persona bereits in der Antike auf die Bedeutungen 'Schauspielermaske' (wie im antiken Theater), 'Rolle' (im Schauspiel oder Leben), 'Amtsstellung' und allgemein 'Person'/'Persönlichkeit' auffächerte.[2] Das Wort 'Persona' wurde auch als das 'Hindurchtönen' (personare = hindurchtönen, klingen lassen) der Stimme des Schauspielers durch seine Maske, die seine Rolle typisierte, verstanden. - In jüngster Zeit wird "Persona" auch für im Internet gezeigte Schein-Identitäten verwendet... (...)"

 

Wenn wir uns wahre Begegnungen wünschen, müssen wir die Maske fallen lassen und uns trauen, uns So zu zeigen wie wir sind.

Wir haben gelernt, Rollen zu spielen: die Tochter, die Geschäftsfrau, der Golfspieler, der Ehemann, die Konkurrentin, die Yogalehrerin, die Mutter,... die Rollen gehen ins Unendliche.

Viele von uns haben gelernt, sich immer von ihrer besten Seite zu zeigen. Was wir sehen in den sozialen Netzwerken sind Pickelfreie Vorzeigewelten mit Superfoods und Sixpacks.

Was sich Niemand zu zeigen wagt: die Fehler. Wut, Trauer, Einsamkeit.

Einmal habe ich bei Facebook gepostet "heute einfach mal schlecht gelaunt." Eine befreundete Yogalehrerin meinte daraufhin zu mir:"Das ist ja fast schon Geschäftsschädigend!"

 

Aber: Ich möchte kein "Geschäft" betreiben. Ich möchte Begegnungen. Ich bin auch nur ein Mensch mit Höhen und Tiefen und Das dürfen auch die Menschen wissen, Welche zu mir in den Yogaunterricht kommen.

(Das Schöne an meinem Beruf ist ja: ich mag ja ab und an nicht ganz so gut gelaunt in den Unterricht gehen, wenn er aber beendet ist, dann gehts mir wieder gut...)

 

Natürlich werde ich angreifbar, verletzbar, aber ich bleibe ich.

Besonders in der Yogaszene wird viel gespielt: immer Lächeln, eine gute Figur machen, perfekte Asanas performen mit Leichtigkeit, bestes Essen, Community und Frieden.

Was hinter den Kulissen steckt: harte Konkurrenz, Einsamkeit, schmerzende Knien weil man für das Instagram Foto nicht richtig aufgewärmt war, höllische Menstruationsschmerzen während man lächelnd etwas von Shanti und Leichtigkeit erzählt, Geldsorgen, rauchende Köpfe und Fragezeichen über dem Kopf beim Yoga Sutra Samadhi Pada,...

 

Mittlerweile arbeite ich über 15 Jahre mit Menschen in der Ernährungsberatung, Yogaunterricht und Einzelstunden.

Was wir brauchen ist nicht die nächste Diät, die nächste Verbotsliste, das nächste Super Food,... was wir brauchen sind echte Begegnungen mit echten Menschen.

 

Dadurch entsteht das schönste Lächeln, denn es kommt aus unserem Herzen

 

Sylvester oder was!?

Silvester oder was!?

Gestern sagte Jemand zu mir: nur weil irgendjemand Bestimmt hat das jetzt das Jahr zu Ende ist, müssen alle Feiern und rumböllern!?

Ich sagte erstmal Nichts, weil Dem irgendwie Nichts entgegenzusetzen war, aber ich machte mir so meine Gedanken dazu...

Wieso feiern wir eigentlich Silvester? Und was steckt da hinter dieser Böllerei? Und WER hat das eigentlich erfunden?!?!

 

In unseren Breitengraden begann das neue Jahr ursprünglich viel früher. Die Kelten feierten den Übergang ins neue Jahr zu Samhain: Halloween und Allerheiligen. Die Menschen früher sahen das Jahr wie einen Tag: es gibt den Morgen/ Frühjahr, Mittag/ Sommer, Abend/ Herbst und Nacht/ Winter. Das neue Jahr began mit der Nacht zum 1.11.

Die Jahreskreisfeste wurden und werden im Übrigen von den Mondphasen abhängig gemacht. Der Mond gilt als Taktgeber, Rhythmus des Jahres.

Also wie kommen wir dann darauf, dass am 31.12. gefeiert wird?

 

Manch Eine/r weiß ja sicher über die Rauhnächte Bescheid:

am 21.12. ist Wintersonnenwende, danach wird es heller. der 22., 23.  24.1.2. gilt als die Geburtszeit des Sonnengottes Baldur. An diesen 3 Tagen stand die Sonne still. Der 24.12. gilt als die "Weihe-Nacht" und läutet die Rauhnächte ein.

Es beginnt eine Zeit, in der das Rad des Lebens für 12 Tage still steht (hat auch mit dem Mond zu tun.

Der Vorhang zwischen unserer Welt und der Anderswelt wird dünner und wir haben die Chance Dinge in unserem leben zu Bereinigen, um Unterstützung zu bitten und einen Blick in die Zukunft zu riskieren.

Der 31.12. gilt als der Höhepunkt, der Mittelpunkt der Rauhnächte.

Die Mitte der dunkelsten Zeit.

Die Menschen glaubten das Wotan, der europäische Siva, der Wilde, der Mächtige Schamane über das Land zog mit seinem Gefolge, den Asuras, Teufelchen (damals waren die gar nicht sooo Böse die armen Teufel ;) ), Ausgesetzten, Gespenstern und Furchteinflößenden.

Dem wollten die Leute entgegenwirken und Jeder machte so viel Lärm wie er konnte aus Furcht vor dem Großen Mächtigen Gott des Vergehens und die Menschen veranstalteten ein Höllenspektakel!

 

-die armen Teufel!

 

Heute weiß kaum noch Jemand über diesen spannenden Hintergrund Bescheid. Ich werde auch bewusst nicht böllern, sondern Odin und seinen Asuras einen Raum lassen um eine kleine Pause bei mir einzulegen, vielleicht verrät Er mir als Dank dafür ja ein Geheimnis ;)

 

In jedem Fall sind Rituale etwas Schönes.

Das Jahr zu Verabschieden ist sehr wichtig um immer wieder Altlasten los zu werden und so Raum für Neues zu Schaffen- Siva eben, der indische Gott des Vergehens.

Jeder so wie es ihm entspricht.

Im Übrigen ist ein Symbol für Siva der Mond...

 

Und übrigens gab es einen Papst Silvester, der am 31.12. gestorben ist. Nach Ihm wurde dieser Tag benannt...

 

Und denkt daran: morgen Früh, den ersten Gedanken an Lord Ganesh zu schenken. Der Schwellenhüter und  Gott des Neubegins wird es Dir danken.

 

Siva Shambo!

Jaya Ganesha!

 

 

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